Welpe zahnt - Ratgeber, wie man dem Hund beim Zahnwechsel helfen kann

Mit der Welpenerziehung unseres Labrador Rüdens haben wir bereits am Tag 2 nach seinem Einzug begonnen. Den Welpen stubenrein bekommen und das Antrainieren von Beißhemmung waren also von Anfang an die wichtigsten Themen. Gerade mit den Beißhemmungen haben wir sehr schnell Fortschritte erzielt – die schon bald zunichte waren. Der Grund: Unser Welpe zahnt!

Welpe zahnt – das kann ganz schön anstrengend sein!

Obwohl immer wieder im Internet zu lesen ist, dass der Zahnwechsel bei Hunden oft unproblematisch verläuft (insbesondere bei großen Hunderassen), ist es bei unserem Labrador genau das Gegenteil. Der junge Hund leidet, vergisst seine “guten Manieren”, “beißt”, schnappt zu, wird “aggressiv”, bellt ständig, verweigert sein Futter und fordert die Aufmerksamkeit der ganzen Familie.

Zum Glück ist das kein Dauerzustand, sondern das “schlechte Benehmen” des zahnenden Welpen tritt nur zeitweise und spontan auf – immer dann, wenn ein Milchzahn wackelt oder bleibende Zähne durch das Zahnfleisch durchbrechen. Für Hundebesitzer und Welpen kann das Zahnen echt eine anstrengende Zeit sein. Deshalb möchten wir mit unserem Ratgeber “Welpe zahnt – was hilft?” praxisorientierte Tipps geben, wie man den Welpen beim Zahnen unterstützen kann.

Zahnwechsel beim Hund – die häufigsten Fragen

Da alle Welpenbesitzer vor diesem “Problem” stehen, widmen wir uns den wichtigsten Fragen rund um den Zahnwechsel bei Hunden.

Kommen Hunde mit Zähnen auf die Welt?

Nein. Hunde kommen ohne Zähne zur Welt. Etwa 3 Wochen nach der Geburt brechen 28 Milchzähne durch. Jeweils 14 Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer. Zu diesem Zeitpunkt sind Hundewelpen noch bei ihrer Mutter und beim Züchter. Die Milchzähne sind bereits vorhanden, wenn Hundehalter ihren Welpen kaufen.

Wie bei menschlichen Babys steht auch irgendwann beim Welpen der Zahnwechsel an. Die Milchzähne fallen aus, bleibende Zähne wachsen nach.

Wie viele Zähne hat ein Hundegebiss?

Beim Zahnwechsel verlieren die Welpen ihre 28 Milchzähne. Es wachsen jedoch mehr bleibende Zähne nach. Insgesamt besteht ein ausgewachsenes Hundegebiss aus 42 Zähnen. Der Oberkiefer hat 20 Zähne, der Unterkiefer 22 Zähne.

  • 6 Schneidezähne jeweils im Oberkiefer und Unterkiefer
  • 4 Eckzähne (jeweils 2 oben und 2 unten)
  • 16 Prämolaren (scharfkantige Backenzähne, jeweils 8 oben und 8 unten)
  • 10 Molaren (hintere Backenzähne, 4 oben und 6 unten)

Wann verlieren Hunde Milchzähne?

Etwa ab einem Alter von 16 Wochen beginnt es: der Welpe zahnt und die Milchzähne fallen aus. Sobald der Welpe ca. 4 Monate ausfällt, muss man sich als Hundebesitzer also auf den Zahnwechsel beim Welpen einstellen. Ab diesem Zeitpunkt sollte man also damit rechnen, dass ein verändertes Verhalten auf den Zahnwechsel zurückzuführen ist.

Woran erkennt man Zahnen beim Hund?

Eines der häufigsten Anzeichen dafür, dass der Welpe zahnt, ist sein Kaudrang, der bei den meisten Hunden stark zunimmt. Aber auch Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Jaulen, verstärkter Speichelfluss und heiße Ohren können Anzeichen für das Zahnen beim Welpen sein.

Unser Labrador Rüde bekommt regelrecht “glühende Ohren”, wenn er kurz vorm Wackelzahn verlieren ist. Er nutzt jede Gelegenheit zum Kauen – bevorzugt beißt er in Hände, Pulloverärmel. Aber auch alles andere, was ihm zwischen die Kauleisten kommt. Seine sonst super antrainierten Beißhemmungen funktionieren gar nicht mehr. Erst, wenn der Milchzahn ausfällt, der gerade für Probleme sorgt, ist unser Labrador Welpe sofort wieder friedlich und er unterlässt das “Beißen”.

Wie lange dauert Zahnwechsel bei Welpen?

Der Zahnwechsel kann zwischen drei und sieben Monate dauern. Wie lange der Zahnwechsel beim Welpe dauert, ist jedoch von Hund zu Hund und von Hunderasse zu Hunderasse individuell.

Welche Zähne fallen bei Welpen zuerst aus?

Zuerst fallen die vorderen Schneidezähne aus und der Zahnwechsel bei Hunden verläuft von vorne bis nach hinten zu den Backenzähnen. Unser Labrador Welpe hat umso mehr Beschwerden beim Zahnwechsel, je weiter nach hinten die ausfallenden Zähne rücken.

Die ausfallenden Schneidezähne vom Milchgebiss sorgten bereits für heftige Beschwerden. Doch das Verlieren der Backenzähne verläuft noch stressiger.

Haben Welpen Schmerzen beim Zahnwechsel?

Wir haben viel darüber gelesen und oftmals auf die Information gehofft, dass der Zahnwechsel beim Welpe schmerzlos abläuft. Bei unserem Labrador Rüde ist das leider nicht der Fall. Kurz bevor der nächste Wackelzahn des Hundes rausfällt, können wir eine starke Wesensveränderung feststellen. Anfangs machten wir uns Sorgen, weil wir nicht damit gerechnet hatten, dass der Welpe “aggressives” Verhalten zeigt.

Scheinbar ohne Grund ist das Verhalten des Welpens von jetzt auf gleich wie ausgewechselt. Eben lag er noch lammfromm auf der Couch und mit einem Mal bellt der Welpe ohne Unterbrechung, “bösartiges Knurren” ist zu hören und jeder Versuch, sich dem Welpe zu nähern und ihn zu beruhigen endet in einer “aggressiven” Beißattacke, die es zuvor niemals gab.

Unser Welpe leidet sehr stark, wenn er aus dem Milchgebiss den nächsten Zahn verliert. Zweifelsfrei hat unser Labrador Welpe Schmerzen beim Zahnen.

Inzwischen können wir glücklicherweise die Anzeichen für den Zahnverlust sehr sicher deuten:

  • heiße Ohren
  • Futterverweigerung
  • “aggressives” Verhalten
  • unbändiger Kaudrang
  • spontanes und “aggressives Bellen und Knurren
  • Fiepen und Tränen in den Augen
  • extremes Fordern nach Aufmerksamkeit

Seitdem wir diese Signale richtig deuten können, wissen wir endlich, wie wir mit unserem Welpen während dem Zahnen richtig umgehen. Dazu später mehr!

Zahnwechsel beim Welpen erkennen – anfangs sehr schwer!

In so einem Zustand lässt sich natürlich kein Welpe gerne ins Maul schauen und vor allem, wenn die ersten Schneidezähne ausfallen, bemerkt man das als Hundebesitzer nicht unbedingt.

Die vorderen Milchzähne sind sehr klein. Sie werden beim Ausfallen oft verschluckt oder landen irgendwo in der Wiese, in der Couchritze oder auf dem Fußboden, ohne dass wir Menschen die verlorenen Milchzähne von Hunden entdecken.

Ergibt sich die Gelegenheit, beim Spielen mal einen Blick auf das Gebiss zu werfen, kann man einen Wackelzahn manchmal daran erkennen, dass sich etwas Blut um die Wackelzähne bildet. Benutzt man ein Beißspielzeug, kann es passieren, dass man darauf etwas Blut sieht. Dann hat man ein relativ gutes Anzeichen, dass der Welpe zahnt.

Da der Welpe 28 Milchzähne verliert, stehen die Chancen gut, bereits beim 3. oder 4. Milchzahn zufällig entdeckt, dass der Welpe Zähne verliert. Es fällt dann leichter, die Symptome für den Zahnwechsel zu erkennen.

Wichtig: Nicht nur das Ausfallen der Milchzähne kann dem Welpen Schmerzen verursachen, sondern ebenso das Nachrücken und das Durchbrechen neuer bleibender Zähne.

Hundegebiss Zahnwechsel: Labrador Welpe zeigt seine Milchzähne und bleibenden Zähne

Geöffnetes Maul von Labrador Welpe (5 Monate alt), teilweise Milchzähne, teilweise bleibende Zähne

Was tun, wenn Welpe zahnt?

Natürlich können und wollen wir hier keine medizinischen Ratschläge erteilen, sondern nur schildern, wie wir unserem Welpe das Zahnen erleichtern und unsere Erfahrungen teilen, was unserem Hundewelpe dabei hilft, mit dem Zahnwechsel besser klar zu kommen.

Welpe zahnt: Verständnis, Mitgefühl & Zuwendung

Das scheinbar aggressive Verhalten des Welpen hat uns in Panik versetzt. Was ist mit dem Welpe los? Warum beißt er uns? Haben wir in der Welpenerziehung etwas falsch gemacht? Ist der Welpe aggressiv? Diese Fragen haben wir uns gestellt und schon Angst gehabt, dass irgendwas mit dem Welpe nicht stimmt.

Erst, als wir uns sicher waren, dass der Welpe zahnt und dass er mit dem Zahnen Probleme hat, kam endlich wieder Entspannung auf. Unsere scheinbaren Rückschritte in das Beißhemmung-Training können wir mit etwas mehr Gelassenheit hinnehmen.

Obwohl wir in der Hundeerziehung sehr streng und konsequent sind, haben wir uns die Situation unseres Labrador Welpen vor Augen führen können:

  • Der Hundewelpe hat Schmerzen.
  • Der Welpe leidet unter den Schmerzen beim Zahnwechsel.
  • Er weiß überhaupt nicht, warum er Zahnschmerzen hat.

Unser Hund knurrt, bellt und beißt, weil er nicht versteht, was da gerade in seinem Maul passiert und er gar keine Möglichkeit hat, uns mitzuteilen:

“Hey, mir tut meine Kauleiste weh, hilf mir!”

Außerdem leidet der junge Hund Hunger, weil jeder Biss auf das Trockenfutter die Schmerzen verstärkt und er intuitiv auf sein Fressen verzichtet.

Versetzen wir uns in die Lage des zahnenden Welpens und machen uns bewusst, dass er eben nicht sprachlich kommunizieren kann, dass ihm die Zähne weh tun, fällt uns das Verständnis für das scheinbar “aggressive” Verhalten viel einfacher.

Aus unserer Sicht bringt es überhaupt nichts, einen zahnenden Welpen für sein “schlechtes” Verhalten zu bestrafen oder auf erwünschtes und erlerntes Verhalten zu bestehen und der Ordnung halber die sonst gültigen Regeln im Zusammenleben von Mensch und Hund mit aller Konsequenz einzufordern.

Welpe zahnt – Strafe nein, Konsequenz ja!

Wenn man als Hundebesitzer feststellt, dass der Welpe beim Zahnen wirklich stark leidet, hilft nur Empathie und Unterstützung, dem Welpe den Zahnwechsel zu erleichtern.

Aber: Dies heißt nicht, dem Welpe während dem Zahnen alles durchgehen zu lassen! Wir bleiben bei der Welpenerziehung konsequent, reagieren jedoch mit Verständnis für den Ausnahmezustand und bieten dem zahnenden Welpen diverse Hilfestellungen an.

Knabbern ist im Notfall erlaubt, aber festes Zubeißen in die Klamotten, Beine oder Hände ist verboten. Bei uns hilft ein energisches:

Ey, ey, ey – Freundchen!“

Zudem haben wir inzwischen das korrigierende Kommando „Laaaangsam Knabbern“ eingeführt. Der Hund darf dann nur vorsichtig mit den Vorderzähnen knabbern, so, wie er es bei der Fellpflege bei sich selbst tut. Das ist für uns absolut okay, wir sind ja alle erwachsen.

Zahnender Welpe – was hilft?

Hier kommen unsere Tipps, wie man dem Welpen das Zahnen erleichtern kann. Aufgesplittert in mehrere Bereiche.

Verständnis für den zahnenden Welpen

Das Wichtigste ist wirklich das Verständnis für die hilflose Lage des Junghundes. Er kann sich beim Zahnwechsel nur bedingt selbst helfen, indem er jammert, seinem Kaudrang nachgibt und alles versucht, seine Schmerzen durch die Zähne irgendwie selbst zu lindern.

Jegliche Beißattacken des Welpen gegen seine Besitzer sind niemals aggressiver Natur. Wenn der zahnende Welpe in die Hand, ins Bein oder in den Fuß zwickt, sollte man als Hundehalter das niemals als Aggression gegen den Menschen bewerten (wenn das Zahnen hierfür als Ursache klar auszumachen ist!).

Hier hilft es wirklich, sich vorzustellen, man selbst habe Schmerzen, aber keine Möglichkeit, jemanden zu sagen, dass etwas weh tut und um Hilfe zu bitten. Hat man als Welpenbesitzer erkannt, dass der Welpe zahnt, ist es Aufgabe des Menschen, für Erleichterung zu sorgen.

Hoher Kaudrang: Zahnender Welpe kaut auf Arm herum

Labrador Welpe liegt auf der Seite und kaut auf dem Arm der Hundehalterin herum

Zahnendem Welpe Kau-Alternativen anbieten

Es ist logisch, dass ein Welpe mit Zahnschmerzen genau darauf rum kaut, was ihm als vertraut und verantwortlich vorkommt: die Hand des Menschen! Schließlich ist der Hundehalter DIE wichtigste Ansprechperson des Hundewelpen.

Allerdings ist es fatal, wenn wir als Welpenbesitzer mit zu viel Verständnis reagieren und uns vom Welpen “tackern” lassen. In der Welpenerziehung ist es wichtig, dass jeder Welpe lernt:

Menschen zu beißen ist tabu!

Den zahnenden Welpen dafür zu bestrafen, dass er jede Gelegenheit nutzt, sich durch Kauen Erleichterung beim Zahnen zu verschaffen, ist nicht fair. Der Junghund kann sich ja nicht anders helfen. Stattdessen sollte man dem zahnenden Welpen eine alternative Befriedigung seines Kaudrangs anbieten.

Wir haben unserem Labrador Welpe Alternativen zum Kauen angeboten und damit gute Erfahrungen gemacht.

Welche Kaualternativen kommen für zahnende Welpen in Betracht?

Sehr gute Kaualternativen sind Hundespielzeuge, mit denen sich Hunde gerne beschäftigen. Bälle und Kauknochen eignen sich meistens. Allerdings gibt sich damit nicht jeder zahnenden Hundewelpe zufrieden und Kauknochen sind nur bedingt zu empfehlen.

Häufig werden diese Kauartikel zur Unterstützung zahnender Welpen empfohlen:

  • Kauknochen
  • Schweineohren
  • Rinderkopfhaut
  • Kau-Spielzeug

Welpen, die sich mit dem Zahnen schwer tun, fordern immer wieder nach neuen Kau-Alternativen. Hundespielzeug zum Kauen hat sich bei unserem Labrador nur bedingt als geeignet erwiesen.

Bälle, Taue für Zerrspiele und anderes Zeug ist im Nullkommanichts kaputt gebissen und das Drama beginnt von vorne.

Vor allem bei großen Hunderassen, die zudem über sehr kräftige Zähne verfügen, sind Kauartikel wie Schweineohren, Kaninchenohren ruck zuck verputzt und schnell wird der nächste Kauartikel eingefordert. Gibt man solche Leckerlis häufig, damit der zahnende Welpe seinem Kaudrang während dem Zahnen nachgehen kann, schafft man sich allerdings oft das nächste Problem: Übergewicht beim Hund!

Ganz gut und weniger kalorienreich sind Karotten, die man gekühlt anbieten kann, wenn der Welpe zahnt.

Außerdem: Unser Hundewelpe fand das Gassi gehen im Schnee super und kaute gerne auf den Eisklumpen rum, die auf der Wiese lagen. Leider fällt der Zahnwechsel beim Welpe nicht immer in den verschneiten Winter und man kann mit dem Hund ja nicht den ganzen Tag im Schnee verbringen.

Alte Jeanshosen – ideal wenn der Welpe zahnt

Bei uns war die beste Hilfe beim zahnenden Welpe eine alte Jeanshose. Knöpfe und Reißverschluss entfernt, die Beine verknotet – und schwupps, rein damit in die Hundeschnauze.

Der Labrador Welpe nimmt den Jeansstoff zum Kauen gerne an und es dauert nicht lange, bis die alte Jeans durchgesabbert ist. Damit wir die Jeanshose oft waschen können, haben wir im Bekanntenkreis alle alten Jeanshosen für ein paar Euro aufgekauft 😉 Die eignen sich ohnehin bei großen Hunderassen super als robustes Spielzeug für Zerrspiele oder einfach nur zum Spazieren tragen.

Allerdings: Wenn unser Welpe zahnt, ist er extrem wehleidig und fordert extrem viel Aufmerksamkeit und Trost. Bei akutem Zahnwechsel bellt er solange, bis man sich zu ihm setzt, im tröstend den Kopf streichelt und gemeinsam mit ihm an der Hose zerrt.

Es reicht ihm also nicht, nur auf der Jeanshose rumzukauen, sondern das gemeinsame Spielen und der Widerstand beim leichten zerren erleichtert den Druck, der vom Kiefer ausgeht, wenn der Welpe zahnt.

Zahnenden Welpen auf Karton kauen lassen

Auch das bieten wir unserem zahnenden Labrador Rüden an, weil er am Zerfetzen von Pappe reichlich Spaß hat. Ob das unbedingt zu empfehlen ist, darüber kann man wahrscheinlich geteilter Meinung sein.

WIR haben aber festgestellt, dass unser Hundewelpe extrem gerne Pappkarton tackert und es seinen Druckschmerz beim Zahnwechsel deutlich lindert. Außerdem hat unser Labrador Welpe daran richtig viel Spaß und es lenkt ihn von Beschwerden beim Zahnen ab.

Jedoch bieten wir ihm stabilen Pappkarton nur unter permamenter Aufsicht an, er befolgt zuverlässig das Kommando „Pfui“ und spuckt die Schnipsel aus. Das halten wir nach sorgsamer Abwägung sinnvoller, als ihn mit Hundespielzeug aus Plastik zu bespaßen, das voller Weichmacher steckt und ebenfalls Verschluckungsgefahr birgt.

Zahnwechsel beim Hund – für viel Abwechslung sorgen

Wenn unser Labrador Welpe zahnt, ist es trotz alledem für uns alle anstrengend, weil er sich durchaus zwei bis drei Tage mit einem Wackelzahn rumplagt. Die ganze Familie wechselt sich ab, um dem Hund genug Abwechslung zu bieten.

Ohnehin beschäftigen wir uns alle oft und gerne, sind sehr aktiv und viel draußen. Beim Zahnen steigern wir das Angebot an Beschäftigung. Noch mehr raus, noch mehr spielen und noch mehr kuscheln.

Das Hundespielzeug wird täglich ausgetauscht, um es interessant zu halten. Wenn möglich, fahren wir mit dem Auto an unterschiedliche Stellen, wo wir Gassi gehen und toben. So bieten wir dem zahnenden Welpen zusätzliche Ablenkung – denn an jedem neuen Ort gibt es vieles, was mit der Nase zu erschnüffeln ist.

Welpe zahnt: Zahnschmerzen mit Schmerzmittel behandeln?

Gerade bei den ersten Wackelzähnen haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt. Denn der Welpe soll nicht leiden, wenn es eine Alternative gibt. Und die gibt es – auch Tiere können Schmerzmittel verabreicht werden, wenn sie unter Schmerzen leiden.

Achtung: Wenn der Hund Schmerzen hat, darf man ihm auf keinen Fall Ibuprofen oder Paracetamol Schmerztabletten geben! Hunde vertragen diese Medikamente für Menschen nicht! Falls aus irgendwelchen Gründen eine Medikation gegen Schmerzen notwendig ist, muss ein geeignetes Schmerzmittel für Hunde vom Tierarzt verordnet werden.

Nachdem wir aber doch recht schnell herausgefunden haben, wie wir unserem Hund wirksam helfen können, haben wir uns gegen die Verabreichung von Schmerzmitteln entschieden. Letztlich intensiviert sich durch das vermehrte gemeinsame Spiel und das Beistehen die Bindung zwischen uns Menschen und unserem Familienhund.

  • Er signalisiert, dass er gerade ein dringendes Bedürfnis hat.
  • Er weiß, dass wir für ihn da sind und ihm helfen.
  • Er nimmt unsere Unterstützung an und dankt es mit freudigem Schwanzwedeln.

Auch, wenn wir froh sind, bald den gesamten Zahnwechsel hinter uns zu haben, dieses innige Gefühl, was für uns alle dabei wächst, ist unbezahlbar und wir freuen uns, so einen liebenswerten Junghund zu haben, der genau das tut, was man sich als Hundehalter erhofft – einfach zur Familie zu gehören.
Welpe zahnt - was hilft?

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