Urlaub mit Hund - so klappt die Reise im Auto

Urlaub mit Hund

Urlaub mit Hund
Hunde sind beliebte Haustiere. Sie sind Familienmitglieder, mit denen man sich aktiv beschäftigen und die überall dabei sein dürfen. Dies gilt natürlich auch, wenn eine Reise bevorsteht. Bevor man sich gemeinsam mit dem Vierbeiner ins Reisevergnügen stürzt, muss ein Urlaub mit Hund geplant werden. Das beginnt bei der Suche nach einer hundefreundlichen Unterkunft über die Anreise und reicht bis hinzu zur Mitnahme von Hundefutter sowie dem Tierarztbesuch, falls dieser notwendig werden sollte. Je nach Reiseziel müssen Sie als Hundehalter vor Reiseantritt auch noch rechtliche Bestimmungen beachten, damit Sie überhaupt mit Ihrem Hund einreisen dürfen.

Die besten Länder für den Urlaub mit Hund

Vor Beginn der eigentlichen Urlaubsplanung sollte das Zielland für die Reise ausgewählt werden. Prinzipiell können Hunden in nahezu jedes Land einreisen. Allerdings bieten sich vor allem Länder wie Frankreich, Polen, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Österreich, Italien sowie die Schweiz an. Mit Ausnahme der Schweiz handelt es sich bei diesen Ländern um EU-Mitgliedsstaaten, weshalb die Einreise mit Haustier relativ unkompliziert ist. Aber auch die Nähe zu Deutschland bringt einen großen Vorteil:

Die Anreise ist wahlweise im eigenen PKW, Wohnwagen oder Wohnmobil möglich, wodurch sich für das Tier das Reisen mit Hund stressfrei planen lässt.

Kleinhunde fliegen als Handgepäck

Flugreisen bedeuten für Hunde weitaus mehr Stress. Bei den meisten Fluggesellschaften darf man zwar mit Hund fliegen. Jedoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass vierbeinige Fluggäste in der Passagierkabine mitfliegen dürfen. Nur bei wenigen Airlines sind Hunde bis 8 kg als Handgepäck erlaubt. Bei einem Bolonka, Yorkshire Terrier, Rehpinscher, Spitz oder Jack Russel wäre dies also kein Problem.

Mit Hund in Urlaub fliegen – enormer Stress fürs Tier

Größere Hunderassen wie Schäferhund oder Labrador müssen in einer Transportbox im Gepäckbereich die Flugreise antreten. Unbekannte sowie laute Geräusche im Frachtraum sowie das Eingesperrtsein in der Hundebox wirkt verängstigend. Darüber hinaus kann das Personal der Fluggesellschaft verlangen, dass Ihr Hund während dem gesamten Flug einen Maulkorb tragen muss.

Auch können Hunde keinen Druckausgleich machen. Der Kreislauf wird beim Flug belastet, weshalb für Tiere das Fliegen sehr unangenehm ist. Eine Flugreise mit Hund sollte also die Ausnahme bleiben, um dem Tier den Stress zu ersparen.

Urlaub mit Hund: Hundefreundliche Unterkunft finden

Nachdem das Urlaubsland ausgesucht wurde, beginnt für Hundehalter die eigentliche Reiseplanung mit der Suche nach einer hundefreundlichen Ferienunterkunft. Glücklicherweise finden sich in Europa immer mehr Möglichkeiten, wo man seinen Urlaub mit Hund verbringen kann. Ganz gleich, ob Sie bevorzugt Ihre Ferienzeit im Hotel, in einer Pension, in einer Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz verbringen möchten.

Wie findet man eine Unterkunft, wo man mit Hund Urlaub machen kann?

Im Internet ist die Suche nach Ferienunterkünften besonders einfach, indem Sie gezielt nach Anbietern suchen, welche tierische Urlaubsgäste willkommen heißen. Dazu müssen Sie lediglich herkömmliche Suchbegriffe wie Ferienwohnung, Ferienhaus, Campingplatz oder Hotel um das Stichwort “Hund” ergänzen. Verbinden Sie Ihre Suche noch um das gewünschten Reiseziel, erhalten Sie viele Suchergebnisse, wo Sie Ihren Urlaub mit Hund machen können.

Hier einige Beispiele, wonach Sie bei Google & Co suchen können:

  • Urlaubspension mit Hund Italien
  • Hotel mit Hund Swinemünde
  • Hundehotel Bretagne
  • Hundefreundlicher Campingplatz Holland

Worauf muss man bei Buchung der Unterkunft achten?

Gasthäuser, in denen Sie Ihren Urlaub mit Hund verbringen können, informieren auf ihrer Internetseite, worauf Hundebesitzer achten sollen und welche Regeln einzuhalten sind, damit das Zusammenleben zwischen anderen Reisegästen und dem Vierbeiner gut funktioniert.

Neben den Hausregeln sind vor allem Hinweise des Anbieters hilfreich, ob ein abgeschlossenes Grundstück zum Spielen und Toben zur Verfügung steht, ob Ferienwohnung oder Hotel in einer verkehrsarmen Gegend liegt, wo man mit dem vierbeinigen Urlaubsgast Gassi gehen kann und ob eventuell sogar ein Betreuungsangebot für Hunde vorhanden ist.

Sehr gut hat das beispielsweise das Aparthotel Sonnhof in Truden gemacht. Wer seinen Urlaub mit Hund in Südtirol verbringen möchte, kann sich hier über das Angebot für eine Ferienwohnung in Südtirol mit Hund informieren und sich das großzügige eingezäunte Grundstück ansehen, das zum Spielen mit der Fellnase einlädt. Dort finden Urlaubsgäste aktuelle Einreisebestimmung, die zu beachten sind, wenn man den Urlaub mit Hund in Südtirol plant.

Mit Hund auf dem Campingplatz Urlaub machen

Camping ist eine beliebte Variante, seinen Urlaub zu verbringen. Das ist auch problemlos mit Hunden möglich. Als Hundehalter müssen Sie dabei jedoch einiges beachten. Aus der Ferienwohnung oder dem Ferienhaus können Hunde nicht weglaufen. Auf dem Campingplatz schon. Daher sollte Ihr Hund auf dem Stellplatz durch eine lange Laufleine angeleint sein. So hat er ausreichend Bewegungsfreiheit. Außerdem lassen sich Zwischenfällen mit anderen Hunden oder Menschen vermeiden.

Unbedingt ist darauf zu achten, dass der Hund stets Zugang zu frischem Wasser und einem Platz im Schatten hat. Gerade in südlichen Ländern kann im Sommer enorme Hitze problematisch werden. Zum Gassi gehen haben viele hundefreundliche Campingplätze eigens ein Areal. Dennoch sollten die Hundehaufen aufgesammelt und im Müll entsorgt werden.

Urlaub im Hundehotel

Nicht nur in Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen heißt man Vierbeiner willkommen. Manche Hotels sind sogar ausschließlich auf Hundehalter mit tierischer Begleitung ausgelegt. Einige Hundehotels bieten Hundesitting oder sogar Hundeschule an. Das ist vor allem für Hundebesitzer eine tolle Sache, wenn man abends ausgehen und sich keine Sorgen um das Haustier machen möchte.

Hunderurlaub – früh buchen

Grundsätzlich sollten Sie bei jeder Ferienunterkunft bereits bei Buchung mitteilen, dass Sie mit Ihrem Haustier anreisen, damit sich der Betreiber von Campingplatz, Ferienwohnung oder Hotel auf Ihre Familie und das Tier einstellen kann.

Insbesondere Campingplätze haben meistens einen speziell abgetrennten Bereich für Urlaubsgäste mit Hunden bzw. ohne tierische Begleitung. Spezielle Hundeplätze sind äußerst beliebt, daher ist eine frühe Reisebuchung zu empfehlen.

Was sollte man beim Urlaub mit Hund mitnehmen?

So, wie menschliche Reisende nehmen auch Hunde Reisegepäck mit. Dazu gehören Futterschale, Wassernapf, Leine zum Gassi gehen, Laufleine zum Spielen, Kotbeutel, Maulkorb, Hundedecke oder Hundekissen sowie eine Brüste für die Fellpflege. Das Lieblingsspielzeug darf ebenfalls nicht fehlen. Bei Anreise mit dem eigenen PKW oder Wohnwagen ist ein Hundegeschirr inklusive passendem Anschnallsystem mitzunehmen.

Hinweis: Sobald Sie mit Ihrem Haustier in ein anderes EU-Land einreisen, muss das Tier einen blauen Heimtierausweis mitführen. Darauf gehen wir später noch ausführlicher ein.

Zum Urlaub am See oder am Meer gehören Hundehandtücher ebenfalls ins Reisegepäck, damit nach dem Schwimmen im Wasser das Fell abgetrocknet werden kann.

Achtung Maulkorbpflicht

Auch, wenn Ihr Vierbeiner normalerweise keinen Maulkorb benötigt, kann es sein, dass im Reiseland gesetzliche Bestimmungen zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maulkorbpflicht vorsehen. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie bereits vor Reiseantritt einen Maulkorb kaufen und Ihren Hund an das Tragen gewöhnen.

Hinweis: Welche Regeln und Impflichten – auch im Bezug auf Reisen mit Listenhunden – einzuhalten sind, kann beim jeweiligen Auswärtigen Amt des Ziellandes erfragt werden. Listenhunde dürfen beispielsweise nicht nach Deutschland, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Irland, Ungarn einreisen.

Hundegesundheit im Urlaub

Ebenfalls ist an die medizinische Versorgung zu denken, falls der Vierbeiner regelmäßig Medikamente einnehmen muss. Zeckenzange, Entwurmungstabletten, Fellschutz gehören in das Reisegepäck, wenn der Termin für die nächste Entwurmungstermin in der Urlaubszeit ansteht oder das Hundefell gegen Parasiten während der Reise behandelt werden muss.

Haben Sie eine Krankenversicherung für Ihren Hund abgeschlossen, erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung, ob im Reiseland Versicherungsschutz besteht. Die Krankenkassenkarte des Hundes gehört natürlich ins Reisegepäck.

Tipp: Sollte ein Tierarztbesuch erforderlich sein, aber Sie beherrschen die Landessprache im Urlaubsland nicht, ist eine Übersetzungs-App auf dem Smartphone hilfreich.

Hundefutter mitnehmen, wenn die Reise ins Ausland geht

Solange man den Urlaub mit Hund im Heimatland macht, kann wahrscheinlich das Hundefutter vor Ort kaufen und erspart sich so das Mitschleppen. Vor Reiseantritt sollten Sie sich jedoch erkundigen, ob es entsprechende Einkaufsmöglichkeiten und die gewöhnte Futtermarke gibt, damit keine Futterumstellung notwendig ist. Verbringen Sie den Urlaubsaufenthalt jedoch im Ausland, ist es grundsätzlich besser, Hundefutter sowie Leckerlis von zuhause mitzunehmen.

Blauer Heimtierausweis bei Reisen in EU-Länder

Der gelbe Haustierpass / Impfpass reicht bei Reisen in andere EU-Länder nicht aus. Haustierhalter, die mit Katzen, Frettchen oder Hunden innerhalb der EU verreisen möchten, benötigen für das Haustier den blauen EU Heimtierausweis. Dieser wird vom Tierarzt ausgestellt. Damit Tier den Haustierausweis erhält, muss es zuvor tätowiert oder gechipt sein.

Die individuelle Kennzeichnungsnummer des Tieres muss im Pass eingetragen werden. Tiere, die nach dem 3. Juli 2011 registriert werden, müssen gechipt sein. Das Tätowieren ist nicht mehr erlaubt. Des Weiteren ist Pflicht, dass die Tiere eine vollständige Tollwutschutzimpfung haben.

Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor Reiseantritt zurücklegen. Einreise von Welpen ist generell erst ab einem Alter von 15 Wochen erlaubt. Weitere Informationen über den blauen Heimtierausweis erhalten Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit Hund verreisen: An die Fahrt gewöhnen

Vielleicht steht der erste gemeinsame Urlaub mit Hund bevor. Lange Autofahrten sowie Bahnfahrten sind ebenfalls eine Strapaze für Hunde. Man kann Familienhunde jedoch gut an Autofahren und Zugfahren gewöhnen.

Frühzeitig mit Gewöhnung an Autofahrt & Bahnfahrt beginnen

Ob Welpe, Junior oder Senior gelingt dies am besten mit Leckerlis und guter Laune. Dabei ist es wichtig, dass Herrchen oder Frauchen die Ruhe bewahren. Je selbstsicherer und unaufgeregter sein Mensch die neue Situation meistern, desto bereitwilliger folgt der Vierbeiner. Signalisieren Sie Ihrem Pfotenheld, dass Autofahren und Bahnfahren die normalsten Dinge im Hundeleben sind.

Für das Training am Bahnhof, wo viele Menschen sowie ungewohnte Geräusche sind, ist eine kurze Leine geeignet. Beim Training im Auto kann eine Decke oder ein Kissen für mehr Ruhe und Sicherheit sorgen. Das Training sollte mehrere Wochen vor dem Reisestart beginnen, damit sich das Tier an die Situation gewöhnen kann.

Hinweis: Führt die Reise in ein Land, in dem in öffentlichen Verkehrsmitteln Maulkorbpflicht besteht, ist das Tragen zu trainieren.

Hunde im PKW mitnehmen – Transportsicherung

Werden Hunde im PKW mitgenommen, sieht die Straßenverkehrsordnung für die Tiere eine ordnungsgemäße Ladesicherung vor. Auf der Rückbank kann der Vierbeiner mit Geschirr ausgerüstet und mit einem Anschnallsystem gesichert werden. Der Anschnallgurt sollte auf keinen Fall am Halsband befestigt werden, um Strangulation zu verhindern. Große Hunderassen können im Kofferraum des PKW sowie im Wohnmobil in einer Transport sicher mitgenommen werden.

Hundetransportbox bei Nervosität

Bei der Mitnahme im Auto oder Wohnmobil kann eine Hundebox hilfreich sein, wenn das Tier während dem Fahren nervös ist oder nicht zur Ruhe kommt. Zur Eingewöhnung kann die Hundetransportbox in der Wohnung aufgestellt werden.

Kein Frühstück vor Abreise

Wenn dann der Urlaub mit Hund beginnt, sollte der Hund vor dem Fahrtantritt nicht gefüttert werden, da manche Hunde einen empfindlichen Magen haben und reisekrank werden können. Damit der Hunger nicht zu groß wird, können kleine Snacks gegeben werden.

Viele Pausen & reichlich zu trinken

Lange Zug- oder Autofahrten sind für Haustiere anstrengend. Möglichst viele Pausen sind eine Wohltat zum Beine vertreten, Wasser trinken und Gassi gehen. Bevor die Fahrt weitergeht, kann wild gespielt werden, damit das Tier ausgeglichen und müde ist. Dabei aber bitte nicht an einer Autobahnraststätte halten, sondern von der Autobahn runterfahren, damit nichts passiert.

Tipp: Bei hitzeempfindlichen Hunderassen kann es sinnvoll sein, Anreise und Abreise erst in den Abendstunden anzutreten, um dem Tier die Hitze im Auto zu ersparen. Hauptsächlich betroffen sind langhaarige Rassen wie Berner Sennenhunde, Collie, Chow-Chow, Bobtail. Insbesondere leiden Mops, Bulldogge, Staffordshire Bull Terrier, Boxer und Pekinese unter Hitze.

Urlaub mit Hund planen & erholsam reisen

Falls Sie zum ersten Mal den Urlaub mit Hund planen, klingt dies weitaus stressiger, als es ist. Ist Ihre Fellnase ans Autofahren oder Bahnfahren gewöhnt, ergibt sich alles andere und einem erholsamen Hundeurlaub steht nichts im Wege.

Zum Abschluss noch ein Tipp: Fertigen Sie eine Checkliste an, damit Sie alles wichtige für Ihren Vierbeiner einpacken und nichts vergessen.

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